Moderation: Tag der Städtebauförderung

Ein Zeichen für den Frieden
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16. Juni 2015
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16. Juni 2015
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Moderation mit Minister Groschek

Beim Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 lobt Städtebauminister Michael Groschek die Stadt Bocholt in den höchsten Tönen. „Bocholt ist Vorreiter – nicht nur im Städtebau“, so Groschek bei seiner Ansprache in #Bocholt, „Stadtentwicklung kann man in Bocholt in der Praxis lernen.“ Wenn er eine dabei hätte, würde er Bocholt eine Goldmedaille verleihen, „es ist hier klasse gelungen, auf Herausforderungen zu reagieren“, so Groschek.
Mitglied im Fanclub KubAaI
Er bezeichnet sich als Mitglied des Fanclubs KuBAaI und forderte mehr Mutbürger als Wutbürger. Nach der Besichtigung der Bauarbeiten im Langenbergpark und der Einweihung des Spielplatzes, stattete Groschek dem Benölkenplatz einen Besuch ab, informierte sich über das Kunstprojekt „weiss das nichts weiss“, besichtigte die Mensa und ging dann durch die Innenstadt zum Neutorplatz, wo er sich auch zum Thema Digitalisierung der Innenstädte äußerte.
Der Minister traf ein paar Minuten zu früh ein, pünktlich hieß am Samstag, ein ganzes Stück eher da zu sein. Stadtbaurat Ulrich Paßlick begann auch gleich mit der Vorstellung der Arbeiten im Langenbergpark und wies insbesondere darauf hin….
Spielplatz eingeweiht

Mit dem Besuch vom Städtebauminister wurde der neue Spielplatz eröffnet und gleich nahmen die ersten Kinder den Platz in Beschlag. Die Fläche (2.400 qm) ist doppelt so groß wie vorher. Highlight ist ein großes Seil-Gerüst zum Klettern. Daneben befinden sich ein sog. Gurtsteg (Gummi-Wackelband), eine Doppel-Schaukel und Balancierklötze. Die Schaukel und die Balancierklötze können erst ab Sommer benutzt werden, wenn die Fallschutzbeläge eingebaut wurden. Um die Spielgeräte herum befindet sich ein großzügiger Aufenthaltsbereich mit Bänken zum freien Spiel, in dem auch zwei große Liegebänke aufgestellt werden, wie sie bereits vom Benölkenplatz bekannt sind. Ein gesonderter Spielbereich mit Sandspielgeräten und Sitzzylinder ist für kleinere Kinder reserviert.
Feuerzangenbowle – Noch einmal Schüler sein
„Bei Ihnen wäre ich noch mal gerne Heinz Rühmann in der Feuerzangenbowle“, betonte Groschek beim Besuch der Mensa, „in Bocholt wird Bildung richtig ernst genommen.“
Dem Rundgang durch die Mensa folgte der Spaziergang durch die Nordstraße, über den Marktplatz und die Neustraße. Groschek ließ es sich nicht nehmen, Passanten anzusprechen und sich über Bocholt berichten zu lassen. Auf dem Markt konnte er dem leuchtenden Rot der Erdebeeren nicht wiederstehen und kaufte zwei Schalen, dabei informierte er sich bei Rosi Overkamp, wie es ihr in Bocholt und vor allem auf dem Markt gefalle. „Ich kaufe immer auf dem Wochenmarkt ein“, klärte Overkamp den Minister auf.
Bürgernaher Minister
„Ich habe selten – wenn nicht gar noch nie – einen solch bürger- und volksnahen Minister gesehen“, freute sich Bürgermeister Peter Nebelo über Groscheks offene Art.
Goldmedaille für Bocholt
Auf der Bühne am ehemaligen Hertiegebäude wartete Moderator Berthold Blesenkemper auf den Minister und der ließ sich auch nicht lange bitten und fand viele lobende Worte. „BOH läuft wie geschnitten Brot“, sagte Groschek, „es ist Ihnen hier gelungen, bestens auf die vielen verschiedenen Herausforderungen zu reagieren.“ Die „Botox-Glätte“ der reinen Filialisierung gebe es in Bocholt nicht sondern 45 Prozent inhabergeführte Geschäfte. Städtebaulich habe die Stadt zudem ein überzeugendes, intelligentes und nachhaltiges Konzept, „das Aa-Ufer ist geradezu lehrbuchhaft entwickelt“, lobte der Minister, der eine alljährliche Städtebauakademie in Bocholt ins Gespräch brachte, weiter.
New York, Kopenhagen, Bocholt
„Ich beginne jede Diskussion über Verkehrspolitik mit zwei Städten, Bocholt und Münster“, führte Groschek dann weiter aus. Während die Megacities wie New York oder auch Metropolen wie Kopenhagen Milliarden für den Ausbau der Radinfrastruktur ausgäben, „machen unsere Metropolen Bocholt und Münster es vor und über 40% der tagtäglichen Wege werden mit dem Rad zurückgelegt, da tut es auch nichts zur Sache, wenn der eine oder andere Radweg etwas ruckelig ist.“ Im Ruhrgebiet sei dagegen das Waschen des Opels wichtiger als alles andere.
Digitalisierung: Kombinationen gefragt
Der Innenstadthandel spürt die Konkurrenz des e-commerce auch in Bocholt sehr stark. Deshalb müssen sich die stationären Händler in den Mittelstädten neue Strategien einfallen lassen, um mit der Konkurrenz durch den Online-Handel umzugehen. In Bocholt wurde nach der Kampagne „Suchen Sie DAS mal im Internet!“ eine Informationsreihe für den Handel durchgeführt. Nun arbeiten Werbegemeinschaften und Stadtmarketing an Konzepten, die das Thema „Multichanneling“ auch für den Bocholter Handel nutzbar machen bzw. welche die Stärken der Bocholter Innenstadt –Service, Erlebnis, Atmosphäre, etc.- in den Vordergrund stellen. Minister Groschek informierte sich über den Stand der Dinge, lobte die Aktivitäten der Immobilien-und Standortgemeinschaften und des Stadtmarketings und ermunterte die Akteure in Bocholt, das Thema „Multichanneling im Handel“ offensiv anzugehen. Insofern war die Teilnahme am „Tag der Städtebauförderung“ für den Bocholter Innenstadthandel sehr wichtig. Denn ein Teil des Konzeptes „Bocholt digital erleben“ wurde am 9.5. auf der Bühne am Neutor-Platz mit der Präsentation der vielen digitalen Eindrücke von Bocholter BürgerInnen sichtbar gemacht. Und: das Gesamtkonzept von „Bocholt digital erleben“ wurde vom Stadtmarketing beim Wettbewerb zur NRW-City-Offensive „Ab in die Mitte!“ eingereicht – Voraussetzung für die Wettbewerbsteilnahme war wiederum die „digitale Aktion“ zum „Tag der Städtebauförderung“. „Wir können Sofashopping – im Gegensatz zu Einkaufszentren auf der grünen Wiese – nicht planerisch verhindern“, erläuterte Groschek, „da sind Kombinationen gefragt, intelligente Kombinationen.“ Groschek lobte die ISG Nordstraße, „das ist toll, wie da der Zusammenschluss analog und digital funktioniert“, so Groschek, „nicht nebeneinander sondern miteinander, nur so kann es gehen.“
Bocholt ist vorne
Im weiteren bekannte sich Groschek als KuBAaI-Fan. „Ich bin Mitglied im KuBAaI-Fanclub“, betonte Groschek, „Bocholt ist vorne und der Vorsprung muss gehalten werden, von Abwarten wird nichts besser.“
„Prima, habe ich gleich gewusst“
Wie gut der Minister sich mit der Bocholter Mentalität auskennt, zeigte er zum Schluss seiner Ausführungen. „Wir liegen in Deutschland, was die Bedenkenträgerei anbelangt, immer auf den ersten Plätzen“, so Groschek, „Kontroverse ist gut, die Diskussion zwischen Rat und Bürger bringt es.“ Dabei komme es auch darauf an, Mut zu zeigen, „wir brauchen mehr Mutbürger als Wutbürger, der Rat muss auch Mut machen“, forderte Groschek. Auch wenn in Bocholt zunächst viel genörgelt werde, „am Ende, wenn es dann fertig ist, heißt es: Prima, habe ich doch gleich gewusst“, kennt sich Groschek mit der Bocholter Mentalität gut aus.

Quelle: Stadt Bocholt

 

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